Das Thema Medikamente bei MS kann einen ganz schön umhauen und überfordern. Es kommen
erst einmal ganz viele Informationen auf einen zu und man stellt sich die Frage:

„Was ist eigentlich das richtige Medikament für mich?“.

Die Frage, die uns wahrscheinlich alle direkt nach der Diagnose beschäftigt.

Wir möchten als erstes einmal betonen: wir werden auf dieser Website keine Informationen zu Medikamenten geben. Wir können über Erfahrungen sprechen, aber werden nicht jedes einzelne Medikament beleuchten. Da gibt es andere Seiten, die dies ausführlich gemacht haben, diese haben wir verlinkt. Hier soll es rein um Gedanken gehen und allgemeine Informationen.

Medikamente bei MS

Basistherapie oder Eskalationstherapie?

Eine Pauschalaussage darüber treffen, welches Medikament bei MS das Beste ist, kann man natürlich nicht. Multiple Sklerose ist die Krankheit der 1000 Gesichter und genau so unterschiedlich tritt sie auf. Und da jeder Krankheitsverlauf unterschiedlich ist, ist auch die Medikation bei jedem Menschen anders. Die Therapieform sollte immer individuell mit dem Neurologen abgestimmt sein.

Dieser Blogartikel stammt von unserer Gastautorin Jacqueline


Es gibt verschiedene Arten von MS Medikamenten. Zum einen gibt es die Immunmodulatoren, sie verändern das Immunsystem (sog. Basistherapien), zum anderen gibt es Immunsuppressiva, sie unterdrücken die Funktion des Immunsystems (sog. Eskalationstherapien). Sie können durch Spritzen, Infusionen, Tabletten oder Kapseln eingenommen werden. Zusammen mit deinem Arzt entscheidest du, welches Medikament zu dir passt. Dafür haben Neurologen meistens Informationsmaterial in ihren Praxen, durch das du dir einen Überblick über dein Medikament verschaffen kannst.

Voruntersuchungen für Medikamente bei MS?

Nachdem du dich für ein Medikament bei MS entschieden hast, wirst du darauf eingestellt. Bei einigen Medikamenten bekommst du eine MS-Schwester, die dir erklärt, wie und wo du die Spritze am besten injizierst. Bei anderen Medikamenten benötigt man aber auch einige Voruntersuchungen.
Welche dafür nötig sind, erfährst du von deinem Neurologen. Da ich keine Ärztin bin, weiß ich nicht zu jedem Medikament die richtigen Voruntersuchungen. Bei meinem Medikament musste ich vorab zum Hautarzt, zum Augenarzt und zur Blutkontrolle. Die vorherigen Untersuchen gelten dann als Vergleichswert.

Therapietreue

Das Ziel der Forschung ist, den Fortschritt der MS zu verlangsamen und ihre Aktivität sogar zu stoppen. MS ist zwar nicht heilbar, aber mit den richtigen Medikamenten kann der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Wichtig ist, dass du, wenn du das passende Medikament gefunden hast, der Therapie treu bleibst und sie regelmäßig einnimmst. Und auch, dass du alle weiteren Untersuchungen, die mit deiner Therapie zusammen hängen, regelmäßig durchführst. Ich muss bei meiner Therapie zum Beispiel jährlich zur Hautkrebs Untersuchung und zu einer Augenuntersuchung. Dann muss ich jedes Vierteljahr zur Blutkontrolle und einmal im Jahr ins MRT. Dort wird kontrolliert, ob die Krankheit nicht-sichtbare Fortschritte gemacht hat. Der Fachbegriff hierfür lautet Adhärenz, Therapietreue.

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