Aufklärung, Inspiration, Information: drei Wörter, die wir bewusst ausgesucht haben, um unseren Blog kurz und knackig zu beschreiben.

Sind wir ein Reisetagebuch? Reden wir über Multiple Sklerose und andere chronische Erkrankungen? Oder was machen wir jetzt eigentlich genau?

Der Prozess – wirklich noch so ein Reiseblog?

Wir haben 2018 intensiv an einem Reiseblog gearbeitet, dann aber die Idee verworfen, weil wir zum einen die Arbeit dahinter wahnsinnig unterschätzt haben und zum anderen die Konkurrenz wirklich groß ist auf diesem Gebiet. Sind wir mal ehrlich: denkt nicht jeder darüber nach, einen Reiseblog zu veröffentlichen, wenn er auf Weltreise geht? Also stampfen wir die Seite ein und fühlten uns mit der Entscheidung auch wirklich gut. Auf unserer Reise wollen wir ja schließlich nicht tagtäglich das Gefühl haben, von unserem eigenen Blog gehetzt zu werden.

Doch als 2019 die Pläne so konkret waren, dass wir unsere Wohnung und Sven auch den Job gekündigt hatte, kam das Thema „Website“ bzw. „Blog“ nochmal auf. Doch dieses Mal mit einem ganz anderen Hintergrund. Dieses Mal war klar, dass wir über die Besonderheiten unserer doch sehr außergewöhnlichen Reise erzählen wollen. Schließlich reisen wir mit einem Wohnmobil und zwei chronischen Krankheiten im Gepäck durch die Welt. Haben wir uns das gut überlegt? Sind wir ein klein wenig verrückt? Auf beide Fragen würden wir sofort mit „Ja“ antworten!

Und 2020 kam dann wirklich anders: erst kam Corona, dann erwischte uns Jules Gesundheitszustand ziemlich heftig. Plötzlich hieß es, Reisepläne erstmal auf Eis legen, im Alltag nochmal neu starten.

Darum soll es in diesem Blog gehen. Denn Innerhalb eines Jahres wurden wir vor so viele Hürden gestellt und sind nun doch in Norwegen angekommen. Es war ein unglaublich langwieriger Prozess, eh wir von uns behaupten können, nun hier zu stehen, wo wir nun sind. Die Planung hat sehr lang gedauert, doch trotz dieser Hürde, mit gesundheitlichen Einschränkungen um die zu reisen, sind wir unseren Weg gegangen. Und werden ihn auch weiterhin gehen, wohin er uns auch führen mag.

Der Blog – Die Idee

Aufklärung, Inspirataion, Information

3 Worte, die uns ab heute öfter begleiten sollen. Doch was bedeuten diese?

Aufklärung zum Thema Multiple Sklerose, Epilepsie und ME/CFS. Was bedeuten diese Erkrankungen, was haben sie für Auswirkungen?

Lasst euch von uns inspirieren, euch ermutigen, eure Träume zu erfüllen. Bei uns sah es oft so ausweglos aus und doch sind wir plötzlich aufgebrochen, haben einfach unsere Sachen geschnappt und sind los, in ein neues Leben.

Holt euch Informationen zu Themen wie Auslandskrankenversicherung trotz chronischer Erkrankung, Medikamente im Ausland oder den Zoll.

Zusätzlich wollen wir gern über kleine Kniffe im Ausland reden. Sind wir mal ehrlich, Reiseblogs gibt es schon genügend. Doch wir leben in den Ländern, in denen wir sind. Wie kann man die Maut in Norwegen am schnellsten und unkomplizierstens bezahlen?

Zwei Blickwinkel

Es gibt unglaublich viele Dinge zu meistern, im Alltag, auf Reisen und in der Beziehung. Hier gibt es tatsächlich immer zwei Blickwinkel. Klar, es gibt mich, Jule, ich habe Multiple Sklerose und Epilepsie. Ich bin krank, mir geht es mal nicht gut, ich kann bestimmte Dinge nicht tun oder für mich müssen Dinge angepasst werden. Doch es gibt auch den zweiten Blickwinkel, nämlich den des Partners, des Ehemannes. In dem Falle: den Blickwinkel von Sven. Auch er macht diese Situationen durch, empfindet die Dinge ganz anders, hat dabei oft ganz andere Sorgen und Sichtweisen.

Deshalb soll es hier nicht nur um mich gehen, sondern unseren gemeinsamen Alltag und Entscheidungen, die wir anpassen, die wir bewusst aufgrund bestimmter Situationen treffen und um die jeweiligen Gedanken, die jeder dabei hat.

Erfahre hier, was wir machen und was in Zukunft noch alles geplant ist!
Eine ehrliche Meinung

Doch sind wir ehrlich zu uns selbst, wissen wir, dass uns ein Grund ganz besonders antreibt, diese Seite mit Inhalt zu füllen.
Wenn wir mal alle in uns hineinblicken, müssen wir ehrlich zugeben, dass wir, wenn wir mit chronischen Erkrankungen noch nicht in Berührung gekommen sind, uns damit auch noch nie wirklich beschäftigt haben.

Und Leute, es gibt so viele Vorurteile und so viele Aussagen, die einfach verletzend sind, oder einfach nur unpassend.
Auf der anderen Seite gibt es genug Menschen, die Interesse haben, jedoch immer wieder schroffe Antworten bekommen, da mehr Empathie und Wissen verlangt wird. Da dreht man sich im Hamsterrad.

Und dann gibt es die, die sagen: “Du siehst doch gar nicht krank aus?” Nein, das sehe ich nicht. Da gebe ich den vielen Menschen recht. Das hat jedoch verschiedene Gründe. Zum einen habe ich eine unsichtbare Erkrankung, zum anderen bin ich trotz allem ein lebenslustiger Mensch.
Und ist es nicht die schönste Art von Aufklärung, die man betreiben und die man sich wünschen kann? Einen wahren Einblick in das Leben zu geben? Ehrlich zu sein, wenn es gute Momente, spaßige, humorvolle Momente gibt? Jedoch auch ehrlich zuzugeben, wenn mal etwas schief läuft, oder man sich nicht gut fühlt?

Wir haben Anfang 2020 Alles auf eine Karte gesetzt, die Wohnung gekündigt, Möbel verkauft und Sven hat seinen Job gekündigt. Saßen dann doch wieder in einer Wohnung in Leipzig und nun erfüllen wir uns unseren Traum. Ganz anders als zunächst gedacht.

Toll, dass ihr dabei seid!

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